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Der Gleichklang der Gehirnhälften ist ausschlaggebend für Leistungsfähigkeit,
Gesundheit und Gemütszustand des Pferdes!

(Prof. Dr. Jansen, Gehirnforscher Universität Bremen)

Die Dualktivierung (n. Michael Geitner) kann die Zusammenarbeit von Mensch und Pferd positiv bereichern.
Blaue und gelbe Schläuche, Stangen, sowie Pylonen sind eine sinnvolle Trainingshilfe in vielerrei Hinsicht.



Die drei Säulen

- Art & Aufbau der Übungen
- Farben & Gassen
- Konzentration von Mensch & Pferd



Farbenlehre

Menschen sind Höhlenbewohner, Allesesser und in der Lage eine Vielzahl Farben mit den Augen zu erfassen.
Pferde sind anders!
Pferde lieben die weite, offene Landschaft, sind Pflanzenfresser und sie sehen die Welt mit anderen Augen.
Im Gegensatz zum Menschen sind Pferde keine Tri-, sondern Dichromaten.
Trichromaten (griechisch: tria chromos = drei Farben) sind Lebewesen,
welche drei verschiedene Arten von Zapfen als Farbrezeptoren in der Netzhaut haben, so wie der Mensch.
Dichromaten (griechisch di chromos = zwei Farben) sind Lebewesen,
die nur zwei verschiedene Arten von Zapfen besitzen, so wie das Pferd.
Ein Mensch mit nur zwei Arten von Zapfen im Auge, also wie ein Pferd, wird als farbenblind bezeichnet.
Farbenblinde Menschen können sehr wohl Farben sehen, doch bestimmte Farbunterscheidungen sind ihnen,
ja nachdem welche der drei Farbzapfen beeinträchtigt ist, nicht möglich.
Wissenschaftler gehen davon aus, dass Pferde die Farbwelt ähnlich wahrnehmen,
wie ein Mensch mit einer Rot-Grün-Schwäche.
Pferde können die Farben Gelb und Blau besonders gut erkennen!
Der Rest der Welt versinkt mehr oder weniger in Grautönen.
Es macht also Sinn, Gegenstände von denen ich möchte, dass mein Pferd sie besonders gut wahrnimmt,
wie z.B. die Dualaktivierungsgassen oder eine Stange, in den Farben Blau und Gelb zu gestalten.



Gehirnjogging für Pferde

Der Mensch ist ein Jäger, sein Gesichtfeld beträgt 180° und es überwiegt das binokulare Sehen.
Unsere Augen sind relativ nah beieinander, wodurch wir automatisch stereo sehen.
Beiden Augen setzen die unterschiedlichen Bilder von rechtem und linken Auge zusammen
und es werden Info´s an das menschliche Gerhin gesendet, was BEIDE Augen gesehen haben.

Binokulare Sehweise
Mensch – beide Augen sehen dasselbe Bild


Obwohl die beiden Gehirnhälften des Menschen unterschiedliche Funktionen im Körper steuern,
sind sie dennoch durch über 100 Billionen Synapsen eng miteinander verbunden.
Die Gehirnhälften tauschen sich in einer Art Netzwerk intensiv über das Gesehene aus und verarbeiten es.
Pferde sind anderes!
Das Pferd ist ein Fluchttier (die mögliche Beute des Jägers), es hat einen Panoramablick
durch ein Gesichtsfeld von 355° und bei ihm überwiegt das monokulare Sehen.
Die Augen des Pferdes liegen seitlich am Kopf, wodurch es gleichzeitig mit links und rechts
unabhängig voneinander sehen und Informationen aufnehmen kann.
Dies bedeutet konkret, dass das Pferd mit dem einen Auge den Löwen identifiziert
und mit dem anderen schaut, wohin es laufen kann, wenn der Löwe kommt.
Der Austausch zwischen den beiden Gehirnhälften des Pferdes ist allerdings äußerst träge,
was sie auf der linken Gehirnhälfte 'gespeichert' haben, übertragen sie nicht automatisch auf die Rechte.
Im Vergleich hat der Mensch hier eine Übertragungsrate (Calloso bulbäre Index) von 3.12,
im Gegensatz zur Übertragungsrate des Pferdes von nur 0.7!
(beim Schimpansen 1.79, beim Elefant 1.11, beim Delphin 0.93, beim Hund 0.89)
Praktisch erleben wir das häufig dadurch, dass das Pferd auf dem Ausritt problemlos an XY vorbei geht,
auf dem Heimweg aber sagt: "Was ist das? Das hab ich noch nie gesehen!" und der Mensch sich dann denkt,
das Pferd wolle ihn 'verablern". Dem ist nicht so! In diesem Fall nicht und grundsätzlich sowieso nicht!

Monokulare Sehweise
Pferd – jedes Auge hat ein anderes Bild
(linkes Auge ist i.d.R. das Sicherheitsauge, rechtes Auge das Fluchtauge)


Genau an dieser schlechten Vernetzung der beiden Gehirnhälften setzt die Dualaktivierung an.
Mit Hilfe der Farben Blau und Gelb werden intensive Reize, auf beide Augen, damit auf beide Gehirnhälften
und entsprechend auf beide Körperhälften des Pferdes ausgelöst, sodass auch das ungeübtere, rechte Auge immer wieder aktiviert wird.
Die Kommunikation, also die neuronale Vernetzung, der beiden Gehirnhälften verbessert sich.
Diese Arbeit ist vergleichbar mit der Kinesiologie, bei der man z.B. Bewegungen über die eigene Körpermitte
hin ausgeführt, wie z.B. das Achten malen oder auch dem Gedächtnistraing für Menschen,
wodurch neue Nervenzellen gebildet, bestimmte Bereiche im Gehirn trainiert werden
und die Verknüpfung der Hälften gestärkt wird.
Auch der Gleichklang der Gehirnhälften des Pferdes verbessert nicht nur die Motorik und Koordination,
wodurch sie ein besseres Körperbewusstsein erhalten, sondern auch den Gemütszustand
und damit im Gesamten letztlich die Gesundheit.
Ein schlecht koordiniertes Pferd braucht 90% mehr Energie als ein gut koordiniertes Pferd und
eine hervorragende Koordination ist für das Pferd ein sehr verständliches und lohnendes Traingsziel,
denn es erlangt dadurch Sicherheit. Diese ist für das Pferd enorm wichtig, denn seine Urangst ist es,
die Balance zu verlieren, hin zu fallen und dann gefressen zu werden.
In Folge der feiner vernetzten Gehirnhälften verarbeiten Pferde die über die Augen aufgenommenen Eindrücke souveräner und reagieren dementsprechend immer weniger unsicher oder panisch,
weil es seine Fluchtentscheidung schneller wieder zurücknehmen und sich entspannen kann.

Eine der Wirkungsweisen der Dualaktivierung ist die Beschleunigung des Denkvorganges
und der Verarbeitung nach einem Sinneseindruck, eben Gehirnjogging für Pferde.


Die Pferde werden insgesamt, aber vor allem auch in Stresssituationen gelassener.
Koordination bildet die Basis für den Aufbau von Muskulatur, auch und gerade der Tiefenmuskulatur,
die beim Reiten oft gar nicht in höherem Maße beansprucht wird und durch den bewussten Einsatz
der gesamten Muskulatur bewegt sich das Pferd geschmeidiger und unverkrampft.



Körperlichkeit und Koordination

Mal abgesehen von den Farben Blau und Gelb und dessen Wirkungsweise auf die Augen und damit das Gehirn,
ist der Aufbau der Dualaktivierungsübungen und die Anordnung der Gassen, sowie Pylonen grundsätzlich nicht komplett neu.
Schon früher ritt man die Pferde durch eine Gasse aus Stangen, um eine Fußung in der Spur zu fossieren,
die Versammlungsfähigkeit zu verbessern oder um aufgeregte Remonten abzulenken und damit zu beruhigen.
Auch aus dem Trailbereich kennen wir derartige Lektionen.
Nicht nur ich persönlich, auch z.B. Babette Teschen (Longekurs/www.Wege-zum-Pferd.de) hat die Erfahrung gemacht, dass räumliche Berieren den Pferden gerade an der Longe oder auch in der freien Arbeit helfen,
sich zu balancieren und sie daran erinnern vorallem ihre innere Schulter oben zu behalten.
Der verlänterte Arm, eine Gerte oder Fahrpeitsche ist hier sonst das einzige Hilfsmittel,
welches zur Verfügung steht. Doch die gelegten Figuren aus den blauen und gelben Schläuchen,
sowie den Pylonen helfen dem Pferd auch optisch in der Spur zu bleiben und im Besonderen auf der händigen Seite (Rechtshänder, also rechte Hand) der Verlockung zu wiederstehen, zum Menschen rein zu laufen
und auf die innere Schulter zu fallen. Auch bei dem erneuten Einfädeln in die Gassen lernen die Pferde,
die innere Schulter zu heben und das innere Hinterbein unter den Schwerpunkt zu bewegen.

In der Longenarbeit, sowie vom Sattel aus wird das Pferd außerhalb der Gassen "ganz normal" stellend
und biegend gearbeitet, um es dann innerhalb der Gasse die Balance selbstständig finden zu lassen.
Nachdem man das Pferd beim Einfädeln in eine Gasse unterstützt hat,
sollte weder eine Einwirkung über den Zügel, noch über die Longe vorgenommen werden.
Das Pferd soll sich selbstständig neu ausbalancieren und seine Füße so zu sagen sortieren.
Durch den ständigen Wechsel aus Biegen, Gerade laufen und sich immer wieder neu ausrichten,
entwickelt das Pferd eine bessere Koordinationfähigkeit und Spannungszustände werden vermieden.
Die Trittsicherheit verbessert sich, weil die Pferde ein besseres Körpergefühl erhalten.
Für die Pferde besteht keinerlei Gefahr, wenn sie doch mal auf einen der Schläuche treten,
denn im Gegensatz zu Stangen, sind diese flexibel und weich.
Durch ihre Biegsamkeit lassen sie sich auch wunderbar zu einem Bogen legen,
welches dann ein anderes Ziel verfolgt als die geraden Gassen.
Im Kreis gelegt, helfen Sie Pferd und Mensch vorallem auf der schwierigen Hand, der Händigen,
gerade auch jungen Pferden, welche erste Bekanntschaft mit dem Longieren machen,
eine gleichmässige Rundung zu laufen und nicht zum Longenführer rein zu kommen.
Auch mit den Pylonen, welche in der Farbe abwechselnd aufgestellt werden,
lassen sich ähnliche Übungen zur Hilfestellung aufbauen.
Bereits 4 Hütchen, an den 4 Eckpunkten eines Zirkels positioniert, unterstützen das Pferd in der Schulterkontrolle. Selbstverständlich lassen sich die blauen und gelben Schläuche ebenso nutzen,
wie normale Stangen, sodaß sie auch in einer Abfolge gelegt, die Beinaktion beim Darüberlaufen verbessern.



Psychotherapie für Pferde?

In der Wirkungsweise der Dualaktivierung oder den bilateralen Farbstimulation
wurden sich Studien aus der Humanmedizin zu Nutze gemacht.
Im Gehirn von Pferd und Menschen findet man das sogenannte limbische System,
bei den Säugetieren ist dies "der Sitz der Emotionen" und die "Steuerungszentrale des Triebverhaltens".
Es befindet sich in unmittelbarer Nähe des Hirnstamms und steht in enger Verbindung mit dem vegetativen Nervensystem, welches alle wichtigen Vitalfunktionen steuert.
Alles Neue, Ungewöhnliche und jede Veränderung wird dort gespeichert.
Das limbische System hat über die Amygdala (Mandelkern) einen direkten Zugriff auf die Muskulatur.
Die Amygdala spielt u.a. auch eine wichtige Rolle bei Lernprozessen und besitzt emotionale und motivationale Funktionen. Pferde haben ebenso wie der Mensch, einen solchen Mandelkern, eine Art Zwischen- oder Arbeitsspeicher. An dieser Stelle werden verschiedene Sinneseindrücke und Gefühle unreflektiert und ohne Weiterleitung gespeichert. Die Informationen aus dem Mandelkern sind leicht und schnell abrufbar und reduzieren so die Reaktionszeit bei Gefahr erheblich.
Für ein Pferd eine sehr nützliche Funktion, denn wenn der Bär um die Ecke kommt, bleibt nicht viel Zeit für Überlegungen und der sichere Rückgriff auf die Informationen aus dem Arbeitsspeicher lassen es instinktiv handeln. Flucht ist ein Archetypus des Pferdes, den es zum überleben brauchte.

Heute ist jedoch das Meiste, was gefährlich für ein Pferd aussieht, nicht wirkllich bedrohlich
und vielen sog. Problempferden liegen größere oder kleinere Traumata zu Grunde.
Den grundsätzlichen Fluchtinstinkt wird man beim Pferd nicht löschen können (was auch gut so ist),
jedoch kann man ihm mit der Dualaktivierung helfen, die Gerhirnhälften besser zu vernetzen.
Denn um ein Traumata oder eine schlechte Erfahrung als Neu und "Gut" abspeichern zu können,
müssen die Info´s aus dem Zwischenspeicher (Mandelkern) an die linke Gehirnhälfte weitergereicht werden.
Nur so können sie verarbeitet und das Trauma sozusagen überschrieben werden.
Beim Menschen verhält es sich ausnahmsweise mal sehr ähnlich, denn er muss erschreckende Erlebnisse in Worte fassen, also auch die Info´s aus dem Mandelkern an die linke Gehirnhäfte weiterreichen,
um sie verarbeiten zu können. Passiert dies nicht, entstehen Traumata.
In der Humanmedizin gibt es eine Traumatherapie, die EMDR (Eye Movement Desentization and Reprocessing). Durch Links-Rechts-Reize auf die Augen werden Traumata und Phobien aus dem Mandelkern gelöst,
können weitergeleitet und so verarbeitet werden.
Weil die Dualaktivierung genau solche Links-Rechts-Reize auf die Augen und damit das Gehirn auslöst,
kann sie gerade bei vorbelasteten Pferden sehr gute Erfolge erzielen.



Chancen für Geist & Körper

Psyche und die Physis sind immer eng miteinander verbunden.
Nur ein innerlich losgelassenes Pferd, kann auch körperliche Losgelassenheit erreichen.
Die mentale Balance beeinlußt die Physische und umgekehrt!

Die natürliche Schiefe der Pferde bessert sich durch die gestärkte Vernetzung der beiden Gehirnhälften ebenso,
wie durch das praktische Laufen durch die Gassen oder um die Pylonen herum.
Je mehr die Pferde beginnen mit dem inneren Hinterbein Richtung Schwerpunkt zu fußen,
üben dort Last aufzunehmen und damit ihre Vorhand zu entlasten, vorallem die innere Schulter zu heben,
desto weniger werden sie sich ihrer natürlichen Schiefe folgend bewegen.

Durch die Verbesserung von Koordination und Balance, wird das Pferd gelassener und selbstsicherer,
denn fühlt es sich sicher auf seinen Beinen und wohl in seinem Körper, sinkt die Angst, bei einer evt. Flucht
hinzufallen (und im Pferdekopf gefressen zu werden), was es letztlich souveräner im gesamten Umgang macht.
Durch die eigenständige Bewältigung beim Durchlaufen der Gassen, erlangt das Pferd Selbstbewusstsein
und einen direkteren Bezug zu seinem eigenen Körper. Die Verbindung von Pferd und Mensch wird gestärkt,
durch die dennoch ständig stattfindende Kommunikation und über die Hilfestellung im Einfädelvorgang.
Schreckhafte, ängstliche Pferde, die sich zuvor z.b. nicht über eine am Boden liegende Plane trauten,
haben damit nach kurzer Zeit des Training mit der Dualaktivierung weniger bis keine Probleme mehr.
Eine solche Gelassenheit wirkt sich natürlich auch positiv auf einen Geländeritt aus.
Auch der Mensch lernt durch die Dualaktivierung. Er kann sein Pferd erfassen und genau beobachten,
dadurch besser beim reiten auf es eingehen und evt. Probleme lösen.
Durch das immer wieder kehrende Loslassen und Vorgeben der Longe innerhalb der Gassen
lernt auch ein "Handfester-Reiter" das richtige Timing und kann die Notwendigkeit einer sensiblen,
fühlenden Hand besser erkennen und üben.

- Abwechslung und Kreativität
- Verbesserung der Koordination
- Minderund der natürlichen Schiefe des Pferdes
- Verbesserung der Balance
- Verbesserung der Konzentrations- und Aufnahmefähigkeit
- Rücken-, Hinterhand und Bauchmuskulatur werden effektiv trainiert
- Verbesserung des Takes und der Lastaufnahme der Hinterhand
- gelasseneres, souveräneres und selbstsicheres Pferd
- Schulung des Menschen für die Bewegungen des Pferdes
- Schulung des Menschen in einer feinen, nachgiebigen Hand
- Schulung des Menschen in Timing und Konzentration
- Anregung für den Menschen individuelle, neu gepasste Trainingspläne zu entwickeln
und damit mehr auf sein Pferd einzugehen



Wenn´s zu bunt wird

So wie jedes Laufen auf einer gebogenen Linie, in Balance für ein Pferd sehr anstrengend ist,
ist auch die Arbeit innerhalb der Dualaktivierung nicht zu unterschätzen.
Michael Geitner hat daher das 10-10-5-Prinzip entwickelt, welches die Schrittphase, die Arbeitsphase im Trab oder Galopp und die Schlußphase einteilt. Grundsätzlich haben wissenschaftliche Studien belegt,
das die Konzentrationsfähigkeit des Pferdes nach 20-25 Minuten deutlich abnimmt und es zu einer Überforderung kommt. Bei jungen Pferden, auch jung im Sinne der Ausbildung und Balancierung,
ist diese Zeitspanne selbstverständlich noch deutlich kürzer bemessen.
Wenn es Ihrem Pferd "zu bunt" wird, es überfordert und entkräftet ist, ist es leider bereits zu spät.
Deutliche Anzeichen für Überarbeitung sind z.B. Stolpern, verkrampfter Gesichtsausdruck, Tempoerhöhung
oder "einschlafen", übertriebenes Abschnauben, eine hängende Unterlippe, Kopf in Außenstellung,
komplettes Verweigern, Kopf in Schiefhaltung oder/und Aggression.
Im Besten Falle lassen Sie es nicht so weit kommen, beobachten ihr Pferd auf das Genaueste
und machen lieber, weniger als mehr!
Ein effektives Training, wie die sinnvolle Longenarbeit und die Dualaktivierung sprechen tiefste Muskelgruppen an, gymnastizieren nachhaltig, ohne das Pferd zu überfordern. Muskelkater ist die körperliche Seite und spricht für eine Übersäurung der Fasern, nicht für ein nachhaltiges Training; geistiger 'over load" zerstört das Vertrauen zum Menschen und in die eigenen Fähigkeiten des Pferdes selbst.
Beenden Sie eine Übung in jedem Falle immer positiv und auf dem Zenit der Möglichkeiten -
Im Idealfall ist das gesamte Zusammensein mit Ihrem Pferd von positiven Handlungen geprägt!



Mahnung!

Also einfach durch die Gassen longieren oder reiten und gut ist? Nicht ganz.
Wie bei jedem System und jeder Traingsform sollte der Mensch immer mitdenken,
sein Pferd genau beobachten und es unterstützen, wo es Hilfe benötigt.
Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Dualaktivierung eine sehr große Hilfe sein kann,
ihr Nutzen jedoch gegen Null geht, wenn der Mensch nicht genau weiss, was er da tut,
warum er dieses macht und was er damit erreichen möchte.
Die Grundsätze der Longenarbeit bezogen auf die emotionale und psychische Ebene
und Verbindung zwischen Pferd und Mensch, sowie auf die rein Gymnastische, sowie Biomechanische
bilden auch die Grundvorraussetzung für die Arbeit mit der Dualaktivierung.
Zur Balancierung des Pferdes und dem Laufen auf einer gebogenen Linie,
ist das Basiswissen zur natürlichen Schiefe des Pferdes essentiell.
Die Übungen der Dualaktivierung können hier eine sehr gute Unterstützung und Hilfestellung bieten,
jedoch nicht den fühlenden und mitdenkenden Menschen ersetzen.

Zudem ist zu bedenken:
Die Farben Gelb und Blau ziehen die Aufmerksamkeit des Pferdes auf sich; ein gewünschter Effekt,
jedoch kann sich dieses nachteilig auswirken, wenn die Verbindung von Mensch und Pferd noch nicht
von einer stabilen Struktur geprägt ist. Ein Pferd das nicht auf seinen Menschen achtet und ein Mensch,
der sich noch nicht in einer körpersprachlichen Kommunikation mit dem Pferd geübt hat,
wird durch die Arbeit mit der Dualaktivierung möglichweise zusätzliche Probleme hervorrufen.
Erst wenn zwischen Pferd und Mensch eine grundlegende, vertrauensvolle Basis geschaffen ist,
macht die Arbeit mit der Dualaktivierung aus meiner Sicht Sinn.

In jedem Falle gilt:
Richten Sie sich nicht nach Guru´s oder Trainingsanleitungen, sondern hören Sie auf Ihr Pferd!



Die Dualaktivierung (nach Michael Geitner) bietet vielfältige Traingspläne und Aufbaumöglichkeiten.
Gerne sind wir Ihnen und Ihrem Pferd in der Umsetzung behilflich.

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