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Wurmfreiheit durch eine naturnahe Fütterung ist möglich!
(Alexandra Kluxen)

Jedes Lebewesen hat Endoparasiten und sie sind bis zu einem gewissen Grad sogar sehr nützlich und notwendig. Doch Würmer können Mensch und Tier zweifellos auch krank machen.

Zwischen Wirt und Parasit herrscht seit über Millionen Jahren eine Symbiose.
Kein Parasit hat ein Interesse, seinen Wirt so zu schädigen das er stirbt,
denn von einer solchen Symbiose profitieren meist beide voneinander.
Ein starkes Immunsystem, eine nidrige Besatzdichte und eine arttypische Ernährung, sowie Lebensweise sind Fakten, die einem Wildpferd sicheren Schutz vor einer übermässige Wurminvasion geben.
Doch auch genau diese Fakten machen deutlich, wie stark die Kluft zwischen Haus - und Wildpferd klafft,
denn die meisten Hauspferde sind einer sehr hohen Besatzdichte und damit einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt; viele von ihnen werden nicht arttypisch ernährt und Mängel in der Haltung (Lebensweise) wirken letztlich auch auf das Immunsystem ein.
Eine Verwurmung ist bei unseren Hauspferden also im Prinzip fast vorprogramiert.

Aufgrund ihres artspezifischen Entwicklungszyklus können Endoparasiten verschiedene innere Organe schädigen, z.B. Blutgefäße, Lunge, Leber oder den Magen-Darmtrakt. Hierbei kann es von leichten Irritationen bis zu schweren Organschädigungen kommen, die sogar mit dem Tod des Pferdes enden können.
Die Kontrolle des Befalls und ggf. eine Bekämpfung der Verwurmung ist daher zwingend notwendig!

Das eine gefährliche Verwurmung bekämpft bzw. behandelt werden muss, steht für uns ausser Frage und darüber sind sich die Geister allerorts auch ziemlich einig. Anders sieht es bei der Bekämpfungsart und in der Kontrolle des Befalls aus. Absolut gängig ist das prophylaktische Entwurmen mittels chemischer Wurmkur,
ohne vorher den wirklichen Befall, durch Kotuntersuchungen ermittelt zu haben.
In der Regel wird alle 3 Monate eine chemische Wurmkur verabreicht, um den Befall in Schach zu halten.
Doch mal abgesehen von der Frage "Chemisch Entwurmen: Ja oder Nein?", was, wenn gar kein Befall vorliegt?
Das chemische Wurmkuren alles andere als "gesund" und mit Nebenwirkungen verbunden sind, dürfte mittlerweile vielen bekannt sein. Eine Wurmbekämpfung hat das klare Ziel Würmer und Parasiten mit Giftstoffen zu töten, nur das sich die ungeliebten Gäste leider IM Pferd (im Tier) befinden und man sie nur erreicht in dem man dem Wirt, also dem Pferd die "chemische Keule" verabreicht. Die Wirksamkeit einer Wurmkur stammt von Toxinen (z.B. Nervengifte), welche alleine bereits erhebliche Nebenwirkungen haben; zudem ist eine Wurmkur, durch die enthaltenen, meist ebenso schädlichen Adjuvantien (Hilfstoffe) immer eine enorme Belastung für den gesamten Körper und ein Eingriff in das Immunsystem, sowie den Stoffwechsel.

"So wenig wie möglich, so viel wie nötig!"

Um den Körper des Tieres also nicht unnötig der Belastung einer chemischen Wurmkur auszusetzten
und die Notwendigkeit zu verifizieren, sollten Kotproben regelmässig durchgeführt werden.
Der Kostenfaktor für eine solche Kotuntersuchung ist überschaubar klein mit ca. 10-20EUR
und eine sinnvolle Investition in die Gesundheit des Pferdes. Auch erhält man so wertvolle Informationen
im Nachhinein und die Gewissheit, ob eine Wurmbekämpfung erfolgreich war oder nicht.

Es bleibt die Frage: "Chemisch Entwurmen: Ja oder Nein?"
Weil wir sehr gerne grundsätzlich auf diese Chemie hätten verzichten wollen, haben wir in den Jahren 2007 und 2008 Testversuche mit alternativen Produkten zur Wurmbekämpfung durchgeführt. Leider führte damals keines dieser alternativen Mittel zum Erfolg, doch wir berücksichtigten in der Vergangenheit auch nicht alle o.g. Fakten:
Haltung, Fütterung, Besatzdichte (Hygiene) und ein starkes Immunsystem.
Damals war noch vieles anders, u.a. die getreidereiche Fütterung mit synthetischen Vitalstoffen,
die Boxenhaltung, sowie ein sehr löchernes Immunsystem und keine optimale Darmgesundheit.
Zu Heute hat sich viel verändert und wir versuchen täglich unser Gesamtkonzept zu verbessern.
Rivaldo war damals erst kurzes Zeit bei uns und jede Veränderung braucht Zeit.
Auch heute ist noch nicht alles perfekt und mancher 'Fehler' kann vielleicht nie wieder komplett ausgebügelt werden, doch Rivaldo´s Körper dankt die getroffenen Maßnahmen und Veränderungen vorallem in der Fütterung, denn im August 2010 war er das 1. Mal Wurmfrei OHNE die Verabreichung einer chemischen Wurmkur.

Es war ca. ein knappes Jahr vergangen, seit wir Rivaldo´s Ernährung umgestellt hatten, jegliche Chemie aussen vor ließen, Getreide in der Ration vollständig eleminierten und so Natur nah fütterten ('Futter Natur'), wie nur irgend möglich. Wir waren überaus überrascht, dass die wurmwidrigen natürlichen Substanzen ihre Wirkung bereits so schnell zeigten, obwohl wir z.B. auf die Besatzdichte keinen Einfluss nehmen konnten.
In unserem 'Futter Natur', welches Rivaldo frisst, wie in den wechselnden Kräutermischungen sind viele wurmwidrige Substanzen enthalten, wie z.B. Beifuss, Walnussblätter, Hagebutten und eine Laub- und Rindenmischung.

Jede einzelne Heilpflanze enthält 4 – 600 aktive Verbindungen.
Bei den meisten Pflanzen kennt die Menschheit aktuell lediglich die ersten Dutzend Moleküle.
Kräuter sind in der Lage, den Körper und die Parasiten in einer Weise zu beeinflussen,
von denen die Arzneimittelindustrie nur träumen kann. Wie machen es die Wildpferde?
Ihnen verabreicht niemand alle 3 Monate die chemische Keule; vielmehr zeigten Studien an wildlebenden Pferden, dass sie sehr genau ihre Nahrung nach ihren Bedürfnissen auswählen, ganz gezielt wurmwidrige Pflanzenfasern zu sich nehmen und so eine mögliche Verwurmung auf natürliche Weise eigenständig bekämpfen. Die Natur hat wie immer die Antwort!
Die vielfältige Nahrung des Wildpferdes ist seine persönliche Gesundheitsgarantie;
spezielle Kräuter und Pflanzen sind die Apotheke, die das Säugetier nutzen kann,
wenn es vorbeugende oder therapeutische Medizin benötigt.
An Rivaldo wird sichtbar, dass der Weg der Natur funktioniert!

Sollten dennoch die Würmer in Rivaldo´s Körper wieder überhandnehmen, so werden wir zunächst intensiv den kleinen Parasiten mit Hilfe der Natur zu Leibe rücken (spezielle Kräutermischung); wenn dieses aber nicht binnen kurzer Zeit zum Erfolg führt, werden wir sie mittels 'chemischer Keule' zur Strecke bringen müssen.
Alles andere ist absolut fahrlässig.
Genauso fahrlässig ist jedoch die rein prophylaktische Entwurmung über die Chemiekeule!
Kotuntersuchungen müssen Standart werden und die Massen an Chemie gehören nicht ins Pferd!

"Pflanzen sind die Chemiker der Natur -
Experten für das Umwandeln von Wasser, Erde und Sonnenlicht
in einen Reigen an wertvollen Substanzen,
von denen viele jenseits der menschlichen Möglichkeiten sind,
diese zu entwerfen, geschweige denn zu produzieren."
(Botany of Desire, Michael Pollan, aus dem englischen übersetzt)

Risikosenkung Verwurmung

Equivetinfo.de - Wurminfektionen

Equivetinfo.de - Entwurmungszyklus

Equivetinfo.de - Bandwurmzyklus

Ist die vorsorgliche Entwurmung von Pferden sinnvoll? (Gesundetiere.de)

"Der Wurm und sein Wirt" von Monika Peichl

Aktuelle Bestätigung der Wurmfreiheit von Rivaldo (Laborbefund) [200 KB]



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