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HEU ist das PFERDEFUTTER Nr. 1 !!

Raufutter sollte in erster Linie aus HEU von artenreichen Wiesen bestehen!

Gutes PFERDEHEU stammt von bunten, artenreichen Flächen, wie es sie heute kaum noch gibt.
Immergrüne Grasäcker mit Hochleistungsräsern sind für Pferdeheu keine geeignete Grundlage.
Auch sind diese Äcker nicht der richtige Platz, um die Pferde weiden zu lassen.
Pferdeheu sollte entweder vor der Blüte geschnitten werden oder nachdem das Gras ausgesamt hat.
Vor der Blüte geschnitten, enthält es viele Nährstoffe, aber weniger Rohfaser, der Verholzungsgrad (Lignin), sowie möglicher Pilzbefall sind gering und das Blatt-Stengelverhältnis ist gut verteilt.
Deutlich nach der Blüte geschnitten ist es ingesamt nähstoffärmer und faserreicher, also etwas härter; die langen, überständigen Gräser enthalten dann weniger Fruktane (Zucker) und der Proteingehalt ist nicht so hoch.
Für den Pferdeorganismus eine ideale Sache.
Das Verhältnis Calcium zu Phosphor verschiebt sich beim späten Schnitt zugunsten des Calciums und liegt damit für Pferde besonders günstig. Je später das Heu geschnitten, je höher die Gräser gewachsen sind, desto höher ist aber eben auch der Verholzungsgrad, das Lignin; welches für den Pferdedarm Arbeit bedeutet und für Magenempfindliche Pferde (z.B. mit Magengeschwüren) dringend reduziert zu füttern ist.
Eine Mischung aus beiden Heusorten hat sich bei einer Fütterung at libitum in unseren Erfahrungen sehr bewährt, um einen großen Teil des Nährstoffbedarfs abzudecken, gute Mikroorganismen zu liefern, aber ohne über zu versorgen. Wir verwenden kräuterreiches Eifel-Wiesenheu von noch ursprünglichen Wiesen, aus eigenem Bio-Anbau, ohne chemische Düngung und Zusätze, welches noch viele Grundnährstoffe und gute Bakterienkulturen enthält, sowie Heu von ausgesuchten Bauern.
Rivaldo erhält grundsätzlich seine Raufuttermenge zur freien Verfügung, denn er weiß selbst sehr genau,
wieviel er benötigt. Im Winter sind es pro Tag ca. bis zu +/- 15kg, welche zu etwa gleichen Teilen aus Heu vor der Blüte, sowie aus Heu deutlich nach der Blüte, also Nährstoffärmerem zusammengestellt wird.
Im Sommer reduziert Rivaldo selbstständig die Menge (pendelt zwischen 5-10kg),
jedoch ist die Heufütterung auch zur Weidezeit enorm wichtig!
Heu enthält gegenüber frischem Wiesengras 6 x so viel Rohfaser, welche dringend für die in Symbiose lebenden Mikroorganismen im Pferdekörper benötigt werden. Denn diese ernähren sich von der Rohfaser und geben flüchtige Fettsäuren als "Treibstoff" an das Pferd ab, daneben produzieren sie aber vorallem die lebenswichtigen B-Vitamine. Heu ist reich an Kalium, welches als Basenbilder fungiert und so für ein ausgeglichenes Säure-Basen-Verhältnis sorgt. Der Säure-Basen-Haushalt ist von größter Bedeutung für die Darmgesundheit und gerade zur Weidezeit ist dieser eher Richtung "sauer" verschoben, welches auch Verspannungen, Entzündungen, Gelenk- und Verdauungsproblemen, sowie die gefürchtete Hufrehe begünstigen kann.
Das Einspeicheln des Heus im Maul führt zur Sekretion von Magensäften.
Dabei wird aus Kochsalz (Natriumchlorid) Salzsäure und Natriumbicarbonat gewonnen.
Das Natriumbicarbonat dient der Entsäuerung und Entschlackung des Bindegewebes.
Die im Heu enthaltene Rohfaser ist aber auch noch aus anderen Gründen von enormer Wichtigkeit,
denn strukturarmers Futter wie das junge Gras auf den Wiesen beschleunigt die Darmpassage und
verringert die Darmperistaltik. Kolikgefahr, Kotwasser und Durchfall drohen!
HEU hilft, denn seine Struktur, die Rohfaser regt die Darmbewegung an,
fördert die Verdauung und die Darmpassage wird langsamer und gründlicher,
so dass den Mikroorganismen im Dickdarm genug Zeit zur Aufspaltung der Nährstoffe bleibt.
Futterstroh in angemessenen Mengen ist durchaus als Ergänzung sinnvoll und wichtig, doch Vorsicht:
Stroh enthält hohe Gehalte an Lignin, einem für Bakterien schweraufspaltbaren, holzähnlichen Stoff,
welcher die Verdaulichkeit der übrigen Nährstoffe verringert. Niemals sollte Heu aus diesem Grunde zugunsten Stroh eingespart werden!! Zudem drohen dann Anschoppungskoliken durch eine übermässige Strohaufnahme.
Wir denken und hoffen, es muss nicht erwähnt werden, dass PFERDEHEU
*trocken *staubarm *frei von Schimmelpilzen *wohl duftend und *nicht verregnet sein sollte.
Heu von Hochleistungswiesen ist ebenso schädlich und ungeeignet, wie der Weidegang hierauf selbst.
Rohfasergehalte pro KG:
Weidegras 50-60g / HEU 260-300g / Stroh 400g / Heucobs 220-260g



HEU ist der beste Energielieferant!

Der Dizstanzreiter hat es bereits erkannt, aber der ambitionierte Freizeitreiter und der Sportreiter erst recht, wird aber sagen: "Heu ist ja gut und schön, aber mein Pferd braucht Energie!"
Heu ist Rohfaser pur. Was aber ist letztlich Rohfaser?
Chemisch gesehen gehört die Fraktion Rohfaser zu den Kohlenhydraten.
Kohlenhydrate kennen wir eigentlich nur als Stärke oder Zucker.
In der Pferdefütterung hauptsächlich also als Getreide.
Woher zieht ein Wildpferd, welches gezwungen ist enormes zu leisten, aber seine Erngie?
Aus den Pflanzen! Klar, denn wie gesagt: "Müslibäume" oder Körnerberge gibt es in der Natur ja nicht ;o)
Kohlenhydrate bilden das Gerüst aller pflanzlichen Zellwände und sind damit strukturbildend (Cellulose, Hemicellulose).
Wie macht das der Pferdeorganismus?
Hemicellulosen oder Pektin aus der Rohfaser werden im Dickdarm aufgeschlossen.
Besonders reich an Hemicellulosen sind Gras, Heu oder Sonnenblumenkerne.
Die Hemicellulosen sind wie Pektin und Lignin (Stroh) Heteropolysaccharide, also aus unterschiedlichen Einzelzuckern aufgebaut. Pektine sind Heteropolyssacharide, die aus langen Ketten von Galakturonsäure mit Seitenketten aus den Zuckern Arabinose, Xylose und Galactose gebildet werden und vor allem in Bestandteilen der Zellwände fleischiger Pflanzenteile (Blättern, Trockenschnitzel, Rüben, Äpfeln oder Trauben) vorkommen.
Pektine haben eine Verfestigungs- und Stützfunktion für die Pflanze und verfügen über die Möglichkeit der Gelbildung. Etwas, das den Pferden besonders bei Durchfall und Kotwasser hilft.
Der schnelle fermentative Aufschluss im Pferdedickdarm führt zu schneller Energielieferung.
Bakterien im Blind- und Dickdarm des Pferdes spalten dann die Molekülketten von Cellulose und Co. voneinander ab. Von der freiwerdenden Energie lebt die Darmflora!
Die dabei entstehenden freien Fettsäuren werden vom Darm des Pferdes aufgenommen und in die Leber transportiert. Von hier aus können sie entweder direkt zur Energiegewinnung verwendet oder gespeichert werden. Es erfolgt im letzteren Fall eine Umwandlung in Fett oder sogar in Zucker, bzw. in tierische Stärke, also Muskelglykogen.
Die Verdauung von Rohfaser hat jedoch keine Auswirkung auf den Blutzucker und belastet den Insulinhaushalt daher nicht! Aus diesem Grund empfiehlt man Pferden mit Hufrehe, Stoffwechselerkrankungen oder Insulininsuffizienzen HEU statt Getreide oder zuckerhaltiges Futter (wie z.B. frisches Gras).

"Das Pferd lebt von einem Viertel dessen, was es isst und von dem Rest leben die Ärzte."
(aus dem alten Ägypten; "Mensch" durch "Pferd" ersetzt)

Warum müssen die Pferde erst krank werden, ehe man begreift, was Pferde wirklich brauchen?!



HEUCOBS & HEUFLAKES



Gerne sind wir Ihnen bei der Auswahl des passenden Raufutters behilflich.

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