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Auch nach fast 9 Monaten Barhufbearbeitung sind Rivaldo´s Hufe alles andere als in der Balance,
gesund oder physiologisch. Unser Ziel für Rivaldo ist noch immer klar formuliert:
Gesunde Hufe, mit einer physiologischen Belastungssituation, in (s)einer optimalen Form!
Dabei orientieren wir uns nicht an einem festgelegten "Ideal-Bild" von Hufen auf dem Papier,
zwängen sie nicht in genormte Winkel, sondern streben das individuelle Optimum für Rivaldo an!
Sie sind auf einem guten Weg und wir freuen uns auf den Tag X,
an dem wir das individuelle Optimum erreicht haben werden, doch bis dahin,
gibt es noch zu viel zu tun, denn die "Baustellen-Liste" ist lang:



ALLE 4 Hufe:
- sind im Einzelnen nicht symmetrisch, nicht in Balance, keine gleichmäßige Belastungssituation ->
Stress für Sehnen, Bänder und Gelenke

- haben zu viel Last auf den Trachten, die Zehen tragen zu wenig, bis kaum mit ->
Welches grundsätzlich das Abrollen nach vorne erschwert bzw. einen erhöhten Muskel-Kraftaufwand
in der Fortbewegung bedeutet -> Überlastung der Beugesehnen, sowie des Hufrollenkomplexes





Vorderhufe:
- Trachten schieben unter
->
Stress für beide Beugesehnen, Fesselträger und Hufrollenkomplex

- Trachtenzwang, VL stärker ->
Quetschung Hufrollenkomplex, Behinderung Hufmechanismus

- Arthrophierte Strähle, VR noch mit Fäulnis u. mittlerer, tiefer Strahlfurche;
Beide kommen ihrer tragenden Funktion noch nicht nach ->
Stoßdämpfung reduziert, Funktion der „Blutpumpe“ geschwächt ->
Verminderte Durchblutung und Stoffwechsel

- Einseitige Lastverteilung auf die Seitenwände:
Die tragenden Wände sind die Medialen (die Inneren), VL stärker ->
Hufknorpel werden gequetscht, weichen dem erhöhten Druck nach oben aus
(zu erkennen am nach oben gewölbten, verdickten Kronsaum)
Erhöhter Druck und vermehrte Last auf die medialen Körperhälften, rechts, wie links;
die dort laufenden Sehnen und Bänder,sowie die inneren Seiten der Gelenke werden gestresst.

- Huffesselachse gebrochen - nicht korrekt
Sie zeigt an, dass Rivaldo steiler stehen "möchte", im besonderen VR ->
Stress u. erhöhte Belastung für Sehnen, Bänder u. Gelenke

- Abhufzwang - Abrollpunkte nicht mittig
VL ist der Abrollpunkt nach lateral (außen) verlagert,
wodurch sich ein Zehenabweiser an der medialen (inneren) Hufhälfte bildet
VR ist der Abrollpunkt nach medial (innen) verlagert,
wodurch sich ein Zehenabweiser an der lateralen (äußeren) Hufhälfte bildet ->
Direkte Auswirkungen auf die natürliche Schiefe:
Gesamter Bewegungsablauf wird in eine linkseitige Schiefe gezwungen
Abhufzwang bestimmt Bewegungsmuster und ergibt einen nach links hohlen Rivaldo! ->
Alle Sehnen und Bänder sind dadurch linksseitig verkürzt, vertikal, wie horizonal;
und die Gelenkszwischenräume sind grundsätzlich enger, als auf der rechten Körperhälfte.
Auf der rechten Seite werden die Gelenke grundsätzlich überbeansprucht,
da hier die Hauptlast getragen und abgefangen wird.
Bänder und Sehnen sind hier auf der rechten Seite, in der Längsachse überdehnt und in vertikaler Richtung überlastet.
Die Hals-Schulter-Arm-Muskulatur ist auf der rechten Seite deutlich stärker ausgeprägt,
als auf der linken Seite.
Dadruch das die Muskulatur der linken Körperhälfte weniger trainiert und gedehnt wird
(auch wenn ich mir echt viel Mühe im Training gebe ;o),
ist auch Rivaldo´s Raumgriff aus der linken Schulter deutlich geringer, als aus der rechten.




Hinterhufe:
- Trachten schieben medial
(an den Innenseiten) leicht unter
Ergibt eine Dysbalance am einzelnen Huf ->
Stress für Faszien und Gelenke, Überbelastung für Sehnen und Bänder, auf der medialen (inneren) Seite

- Einseitige Lastverteilung auf die Seitenwände
Tragende Wand HR ist lateral (außen), Tragende Wand HL ist medial (innen) ->
Hufknorpel werden gequetscht, weichen den Wänden, dem erhöhten Druck nach oben aus
(zu erkennen am nach oben gewölbten, verdickten Kronsaum) ->
Erhöhter Druck und vermehrte Last auf der rechten, äußeren Hinterhand stresst die dort laufenden Sehnen und Bänder, sowie die äußeren Seiten der Gelenke.
Gleiches gilt für die linke Hinterhand, hier wird jedoch die mediale (innere) Seite der Hinterhand überlastet.
=>
Am Kreuzdarmbein (Iliosakralgelenk) trifft die Schiefe der Hinterhand aufeinander und versucht die Dysbalance
auszugleichen, wodurch es sich links nach oben und rechts nach unten verschiebt.
Das Kreuzbein besteht aus 5 Wirbeln, welche zu einem festen Knochenstück zusammengewachsen sind.
Die Natur hat diese Verwachsung so angelegt, dass sie bei Fohlen und Jungpferden noch recht instabil ist,
so dass es sich der natürlichen Schiefe so zu sagen "anpassen" kann.
Mit zunehmendem Alter des Pferdes wird diese Verbindung allerdings immer fester und unflexibler, was die enorme Wichtigkeit der Korrktur der natürlichen Schiefe bereits im Jungpferdealter m.M. nach unterstreicht.
Das Wachstum des gesamten knöchernen Skelettes, sowie der einzelnen Wirbel wird erst sehr spät abgeschlossen:
Die letzten Wachstumszonen der Wirbel, wozu das ISG zählt, verknöchern erst mit ca. 6 Jahren;
zusätzlich gibt es an den Dornfortsätzen der Brustwirbel eigene Verknöcherungszentren,
die erst nach einem Alter von über 10 Jahren das Wachstum beendet haben.
[Lange Zeit haben wir uns immer gewundert, warum eine chiropraktische Behandlung des Kreuzdarmbeines immer nur
einen kurzen Erfolg brachte, wenn man sich allerdings der direkten Verbindung zu der Belastungssituation der
Hinterhufe bewusst wird, ist klar, wieso! ;o)]

- Wandverbiegungen
(Ergeben sich aus der einseitigen Lastverteilung auf die Seitenwände)
HL ist eine Senke, Einbuchtung nach medial (zur Innenseite hin) in der lateralen (äußeren) Seitenwand fühlbar.
Sie entsteht, weil die Wand so zu sagen der Hauptbelastung (die ja auf d. inneren Wand liegt) folgen
und diese „unterstützen“ möchte.
Teufelskreis: Durch die Verbiegung in der äußeren Seitenwand ist die Wand nicht tragfähig, was sie aber werden muss,
um die mediale (innere) Hufwand zu entlasten und eine gleichmäßige Belastungssituation zu ergeben.
Ein oberflächlicher, senkrechter Riss in der medialen Seitenwand von HR hat seine Ursache in der gleichen Wirkungsweise wie zu HL beschrieben und auch hier ergibt sich der gleiche Teufelskreis.

- Huffesselachse ebenfalls gebrochen - nicht korrekt
Auch hinten zeigt sie an, dass Rivaldo steiler stehen "möchte", im besonderen HL,
(was nicht verwundert, denn dieser Huf ist das diagonale Beinpaar zu VR) ->
Stress u. erhöhte Belastung für Sehnen, Bänder u. Gelenke

- Abrollpunkte nicht mittig
HL bildet sich ein Zehenabweiser an der medialen (inneren) Hufseite,
der Abrollpunkt ist nach lateral (aussen), also nach links verlagert
HR bildet sich ein Zehenabweiser an der lateralen (äusseren) Hufseite,
der Abrollpunkt ist nach medial (innen), also auch nach links verlagert
->
Die gesamte Bewegungsrichtung der Hinterhand zeigt durch die Hufform also nach links –
Abhufzwang bestimmt wieder Bewegungsmuster und ergibt einen nach links hohlen Rivaldo!







Hinter – und Vorderhufe / Diagonale Schiefe:
- Ungleiche Hufpaare
VL/HR
steiler, enger, dadurch mehr Sohlengewölbe: Bewegungs-Spielbeine
VR/HL flacher, breiter, dadurch weniger Sohlengewölbe: Standbeine / Lasthufe
->
Direkt Auswirkungen auf die natürliche Schiefe
Hufform bestimmt Bewegungsablauf und ergibt einen nach links gebogenen Rivaldo,
welcher sich (durch die Vorderlastigkeit eines jeden Pferdes) hauptsächlich auf VR abfängt und trägt! ->
Ungleichmäßige Belastungssituation für den gesamten Körper:
Einseitige Mehrbelastung der rechten Vor- u. der linken Hinterhand ->
Gelenke, Sehnen, Bänder, Faszien und Muskulatur werden komplett überbeansprucht;
verringerte Belastung der linken Vor- u. rechten Hinterhand ->
Sehnen und Bändern verkürzen sich, Muskulatur ist schlechter ausgebildet, Durchblutung vermindert
=>
Ungleichmäßiger Stoffwechsel und gestörter Energiefluss











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