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Ein lang ersehnter Wunsch ist endlich Wirklichkeit geworden:

Ab November 2010 steht Rivaldo und seiner Herde im Winterauslauf
ein dauerhaftes Raufutterangebot zur Verfügung!


Im November endet auch für Rivaldo die Weidesasion und damit die ständige Aufnahme von Wiesengras.
Das Verdauungssystem des Pferdes ist jedoch das Gleiche, Sommer wie Winter
und auf eine fast permanente Futteraufnahme ausgerichtet.
Anders als beim Menschen oder dem Hund bildet der Pferdemagen stetig Magensäure!
Die Säure greift den empfindlichen Verdauungstrakt des Pferdes an, wenn kein Futter den Magen erreicht -
die Folgen sind weitreichend, von Magenschleimhautreizungen bis hin zu Magengeschwüren.
Wissenschaftlich erwiesen und belegt ist bereits, dass Fresspausen ab 4 Stunden höchst gesundheitsschädlich sind!
Doch auch unter 4 Stunden leidet das Verdauungssystem und auch die Psyche des Pferdes.
Während des grasens auf der Weide sind die Pferde permanent in Bewegung,
welches für die "Blutpumpen" in den Hufen, sowie für den gesamten Bewegungsapparat ideal ist.
Darauf ist die Anatomie des Pferdes seit ewigen Zeiten ausgelegt! Dies ist die Natur des Pferdes!
Gelenke können nicht steif werden, Muskeln, Sehnen und Bänder sind immer aufgewärmt und "startklar".
Die Durchblutung im gesamten Körper ist optimal und der Lymphfluss in natürlicher Strömung.
Durch den ständig gesenkten Kopf ist der lange Rückenmuskel (longissimus dorsi),
sowie die gesamte Oberlinie (inkl. Dornfortsätze) pysiologisch gedehnt, die Zahnreihen treffen perfekt aufeinander,
(keine unnatürliche Zahnabnutzung) Speise- und Luftröhre liegen physiologisch,
so dass Atmung und Futteraufnahme ungestört ablaufen können
und selbst die Druckverteilung auf die Hufe, damit auch auf die Knochensäule ist natürlich und Art entsprechend.
Doch im Winter stehen die Pferde auf vielen Paddocks leider oft nur gelangweilt herum,
bewegen sich wenn eher spontan und schnell und häufig fehlt das Raufutterangebot gänzlich :o(
"Kaltstart´s" sind Gift für jedes gesunde Gelenk, um einiges mehr noch, für Gelenke mit Veränderungen (Arthosen)!
Ohne Rauffutterangebot in Bodennähe werden Kopf und Hals auch eher waagerecht oder sogar leicht erhoben gehalten
und die Pferde neigen in der zweiten Jahreshälfte dann zu langen Lösungszeiten und Verspannungen durch die unpsysiologische Haltung.
(Verspannte Rücken- und Bauchmuskeln, Magenschmerzen durch zu viel Säure,
Verkrampfungen im Schulterbereich (Kopf-Arm-Muskel) etc.)
Auch auf die Hufe hat die nicht pferdgerechte Haltung Auswirkungen:
Bei erhobenem Kopf lastet auf den Trachten mehr Druck, die Zehen werden zu wenig,
der gesamte Huf ungleich belastet, entsprechend wirkt sich diese Fehlbelastung auf die gesamte Knochensäule aus.


Den Winterauslauf von Rivaldo teilt ein Stichzaun in zwei Hälften, wodurch eine Art Rundlauf entsteht,
welcher zu Bewegung annimiert und den großen Paddock in unterschiedliche Bereiche strukturiert.
An diesem freistehenden Stichzaun sind nun 5 Großraumheunetze, wie an einer Perlenkette aufgereiht, montiert.
Da die Heunetze so von zwei Seiten genutzt werden können, gibt es für 9 Wallache 10 Fressplätze.
Dies sichert auch dem rangniedrigsten Pferd einen Fressplatz und vermeidet Futterneidkämpfe.
Befüllt sind die Netze mit ausreichend Heu und Stroh im Verhältnis 3:1,
so dass ein dauerhaftes Raufutterangebot für jedes Pferd immer vorhanden ist.
Langeweile, Magengeschwüre, Agression, Stereotypen wie Koppen oder Weben haben so keine Chance
und durch die bodennahe Fressposition wird der Pferdeanatomie Rechnung getragen.
Zwischen aktiven Spiel- und entspannten Dösephasen rotieren die Pferde immer wieder um den 'Heuzaun' herum
und sind so in einer ruhigen, kontunierlichen Bewegung - ganz entsprechend ihrer Natur.














Ein RIESEN RIESEN DANK geht an die lieben Stallherrn,
welche uns für diese pferdgerechte Haltung die Möglichkeiten geben! :o)))

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